Hofmann, Florian (2017). Wertschöpfung in Kreisläufen Das Gestalten von nachhaltigkeitsorientierten Geschäftsmodellen im kreislaufwirtschaftlichen Kontext

Das Bild „Mönch am Meer“ ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Ölgemälde von Casper David Friedrich. Es besitzt drei horizontale Zonen, bestehend aus Boden, Wasser und Himmel. Eine Zusammenführung der drei Lebensräume Pedosphäre, Hydrosphäre und Atmosphäre, deren Synthese das menschliche Leben ermöglichen. Die einzige vertikale Komponente im Bild stellt der in schwarz gekleidete Mönch dar, ein Kontrast, ein Ausdruck der Verschiedenartigkeit, keine Verwobenheit mit der Natur. Der
Mönch steht schutzlos auf dem kahlen, versteppten Boden und blickt in Richtung des sich wandelnden Horizonts. Er wirkt machtlos, ein Gefühl der Bedrohung, der Ohnmacht breitet sich aus. Farbenfrohe Pflanzen und andere Lebewesen sind nicht existent. Der allumfassende Grauton beherrscht die Landschaft, keine Zärtlichkeit, kein paradiesisches, verträumtes und friedvolles Abbild der Natur. Ein Bild voller Melancholie, Schwere und Dunkelheit. Es transportiert die Zerbrechlichkeit der Menschen, ihre Abhängigkeit von der Kraft der Natur in einer eindrucksvollen Art und Weise. Die Natur als übermächtige Gegebenheit, die mit ihrer Vielfalt, ihrer Fülle, mit ihrem Reichtum den Menschen beschenkte und immer noch beschenkt. Mit unserem gegenwärtigen Handeln transformieren wir ihre Komposition, ihr Wesen und ihre überwältigende Schönheit. Im Kollektiv vergessen wir Menschen schnell. Nur die Zukunft wird uns beantworten, ob wir uns an den Strukturwandel der Natur anpassen können. Der blaue Himmel weicht den schwarzen Wolken am Horizont. Ein Sturm zieht auf.

Florian Hofmann schrieb 2017 seine Masterarbeit um den Master of Science“ (M.Sc.) im Studiengang Nachhaltigkeitswissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg zu bekommen. Die Arbeit können Sie hier lesen. 

von Julia Wollenburg

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