Hofmann, F. / Zwiers, J. / Jaeger-Erben, M. (2019): Circular Economy. Umsetzungsarchitektur einer digital-emanzipatorischen Circular Economy.

Der Kerngedanke des Circular-Economy-Ansatzes besteht darin, das gegenwärtige lineare wirtschaftliche Wertschöpfungsmodell (Rohstoffextraktion – Produktherstellung – Nutzung – Entsorgung) der im Globalen Norden verorteten Gesellschaften durch zirkulär ausgerichtete Konsum- und Produktionsformen (Reduktion – Wiederverwendung – Recycling) zu ersetzen. Der Ansatz der Circular Economy wird bisher hauptsächlich als ein rein ökologisches Modernisierungsprojekt der Ökonomie zur Erhöhung der Ressourceneffizienz thematisiert, das besonders durch technische Innovationen charakterisiert ist. Mit dieser eher technisch zentrierten Interpretation von Innovation werden tief greifende strukturelle Veränderungen der Wirtschaft nicht hinterfragt. So bleibt eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit sozio-politischen Themenfeldern unberührt, wie zum Beispiel Veränderungen des Lebensstils, bestehende Machtverhältnisse sowie die Frage nach Transparenz innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken. Dies soll hier geändert werden. Der Aspekt der Digitalisierung wird dabei nie vernachlässigt.

Der Beitrag erschien im Sammelband Höfner, A., Frick, V. (Hg.) (2019): Was Bits und Bäume verbindet; Digitalisierung nachhaltig gestalten. Oekom, München. auf den Seiten 116-117. Sie können ihn hier nachlesen. 

Zurück

Weitere Neuigkeiten

"Veggie-Day oder Ferienflieger Für die Klimawende braucht es einen Wertewandel" – Melanie Jaeger-Erben im Deutschlandfunk


von

Melanie Jaeger-Erben spricht im Deutschlandfunk-Beitrag zu Wertewandel für den Klimaschutz und über das Projekt "Lang lebe Technik". Dabei geht es darum, welchen Einfluss unsere Werte und Einstellungen auf die Klimawende haben. Wie lassen sich Werte verändern damit ein nachhaltiger Wandel gelingen kann?